Daniela Georgieva

Name: Daniela Georgieva
Alter: 38
Geburtsort: Plovdiv, Bulgarien

Beruf: Artist / Musikerin
Webseite: dgeorgieva.viewbook.com | bandcamp.com
Social: Facebook | Instagram

Daniela Georgieva ist ständig in Bewegung, und sie will bewegen. Musik ist für sie Ausdruck und Anstoß zugleich, deshalb zeichnet sie mit den Händen vor, wohin der Sound führen soll. Sie ist die Dirigentin des Abends, auf ihren Wangen liegt silberner Flitter, sie leuchtet, und wenn man den ersten Moment der Irritation überwunden hat, folgt man ihr wie einem Stern. Man will auch dahin, wo sie ist, und auf dem Weg grüßen Referenzen wie David Bowie, Goldfrapp und Tilda Swinton. Georgieva macht elektronische Musik, sehr eigene elektronische Musik, und mit einem Genre wie Techno hat diese Musik lediglich gemeinsam, dass sie auf den Körper abzielt, direkt auf den Körper, dass sie Körper in Bewegung setzen und zusammenführen möchte. Georgieva setzt ihre Stimme ein, als Rhythmusinstrument, als strukturierendes Medium, und es kommt ihr nicht auf Worte und deren Sinn an, sondern auf den menschlichen Faktor, auf Atmosphäre. Man denkt unweigerlich an Meredith Monk. Regieanweisungen von jenseits des Sirius sind das, der Starman hält die Hand über die Tanzenden. Alles ist Konzept, aber nie theoretisch und also kühl und abstrakt, sondern so konkret wie möglich: Kommt zusammen, sagt sie. Eine Gemeinschaft im Groove.

Für Leute, die dich und deine Musik nicht kennen, wie würdest du deinen Musikstil beschreiben? Elektronisch im weitesten Sinne, großstädtisch, offen und transformierend, ästhetisch und dadurch nicht einer Zeit zuzuschreiben.

Wie bist du zur Musik gekommen und wann hast du damit angefangen? An der Kunstakademie Düsseldorf, wo ich studiert habe. Fand Tasteninstrumente schon immer das Größte und total sexy, meinen ersten Synth Alpha Juno 1 analog vintage synth von Roland, pure Leidenschaft, 80er Sound, yeah!

Welche Musiker haben dich geprägt und inspiriert und tun es noch heute? Björk, P.J.Harvey, Prince, Michael Jackson, Klaus Nomi, DJ Hell, Kreidler.

Was schätzt du an Düsseldorf? Das Konstante, das sich-verändern-wollen, sich- treu-bleiben mit Stil!

Was vermisst du wenn du auf Tour bist? Die Spaziergänge am Rhein!

MORGENS

Guten Morgen – wo trinkst du morgens Deinen Espresso in der Stadt, um wach zu werden? Manko-Cafe und Workspace.

Zum Sonntags-Brunch und ausgedehnten Frühstück trifft man dich… beim Büsch Bäcker nebenan.

Den besten Kaffee gibt es… bei Max Stamm im Studio bevor man mit den Aufnahmen beginnt.

MITTAGS

Lecker, gesund und frisch lunchen gehst du in Düsseldorf… beim Anadolu am Hbf, weil mich die Küche an die meiner Mutter erinnert… oder Frucht und Genuss auf der Stresemannstraße.

NACHMITTAGS

Deine Lieblingsroute zum Spazierengehen, Schlendern, Kopf-Frei-Kriegen: Volmerswerth & Hamm.

Drei Plätze in Düsseldorf, die du deinen Gästen unbedingt zeigen musst: Rheinturm wegen der Aussicht, Altstadt wegen des Marktplatzes, den Medienhafen.

Zum Kaffeeklatsch mit Küchlein & Co. trifft man dich hier: am Flughafen.

ABENDS

Wo verbringst du am allerliebsten einen gemütlichen Abend mit Freunden oder der Familie? Zuhause.

Welches Restaurant repräsentiert für dich am meisten den typisch-charakteristischen Geschmack von Düsseldorf? Bar Olio

Ein Restaurant, wo du immer mal hinwolltest, aber noch nie warst: Segin’s Restaurant im Hafen

Dein absoluter Gastro-Geheimtipp-Lieblings-Spot, den du hier mit allen teilen möchtest? Pepella, georgisches Restaurant in der ehemaligen Solobar

Dein Lieblings-Altbier: Uerige

NACHTS

Deine Lieblingsbar oder Dein Lieblingsbartender sind: Bar Ellington.

Eine ganz besondere, erinnerungswürdige Nacht in Düsseldorf hast du wo verbracht? Im Hamam Sahara Düsseldorf.

Dance the night away! Getanzt wird hier: In der Küche bei mir Zuhause bevor ich mich zum Salon des Amateurs aufmache.

IMMER

Wo und wann fühlst du dich wie ein „richtiger Düsseldorfer“? Bei Fortuna im Stadion.

Was vermisst du an der Stadt, wenn du nicht in Düsseldorf bist? Plausch halten an jeder Ecke.

Könnte man Düsseldorf essen, schmeckt es nach… Mettbrötchen.

Was liebst du am meisten an Düsseldorf? Die Kunst, egal welche Sparte.

Was hasst du am meisten an Düsseldorf? “Na, wie isses”

Gibt es Plätze oder Orte in der Stadt, die dich in deinem Job inspirieren? Meist sind es Menschen und nicht unbedingt Orte…

STIL

Wo suchst & findest Du Möbel für Deine Wohnung? Meistens ziehen die mit von Wohnung zu Wohnung. Oder ich habe sie geschenkt bekommen von Freunden.

Deine Top 3 Shopping-Adressen in Düsseldorf? Beyond Studios, Kauf Dich Glücklich, COS

Gibt es (einen) Düsseldorfer Designer oder Künstler, den du besonders schätzt und wenn ja, warum? Detlef Weinrich, weil er der begeisterungsfähigste Mensch ist, den ich kenne und Alexandra Waierstall, die mit ihrer choreografischen Sprache mit wenig viel ausdrückt.

Der beste Ort, um Leute zu beobachten? Meyersche Buchhandlung bei Worldcoffee, 3. Etage

Nach welchen Regeln stylst du dich? Was geht gut und was geht gar nicht? Ich denke nicht drüber nach.

Beschreibe den typischen Düsseldorfer-Stil in drei Worten: Yachtstyle, Manufactum und Brottüte von Hinkel in der Hand.

ALLGEMEIN

Was ist dein Lieblingsessen? Penne mit rotem Pesto und Pizza Spinat/Artischocke.

Wo oder wobei kannst du am besten entspannen? Im Wald, weil ich den Geruch von Moos und Holz mag.

Dein Lieblingsreiseziel ist? ISRAEL.

Welches Buch liegt aktuell auf dem Nachttisch? Portrait of an Artist von Hugo Huerta Marin.

Welchen Kinofilm hast du zuletzt gesehen? Blade Runner.

Dein All-Time-Favorite-Movie? Breaking the Waves von Lars von Trier.

Aktuell läuft auf deiner Playlist/deinem Plattenspieler? Tzusing

Dein All-Time-Favorite-Song? Thriller von Michael Jackson

Für welchen Verein schlägt dein Herz? Botev Plovdiv

Ihr möchtet Daniela live sehen? Bei der nächsten Ausgabe des „Palastrauschen“ am 2. Februar 2018 im Museum Kunstpalast zeigt Daniela Georgieva ihre Performance “i took a photo of a swan“. Sie bezieht sich auf eine Kindheitserinnerung. Das erste Foto, das Georgieva mit einer Kamera gemacht habe, war in Wien im Park. Es war das Foto von einem Schwan und sie war wahnsinnig stolz darauf. Im Laufe der Jahre vergilben Fotos, so dass sie auch mit der Zeit gehen und sich verändern. Der Bezug zu Tier, Mensch, Zeit, Schönheit, Vergänglichkeit ist der Ausgangspunkt der Performance.

Palastrauschen #3 – Daniela Georgieva & Orson Hentschel 
Freitag, 2. Februar 2018
Ort: Museum Kunstpalast
Beginn: 19:00 Uhr • Karten 5 Euro
Zur Facebook-Veranstaltung… 


Vielen Dank!

Text: Philipp Holstein
Interview: THE DORF
Fotos: Anika Potzler (Titelbild) | Thomas Stelzmann
© THE DORF 2018