Adjito

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„Adjito“ ist japanisch und bedeutet – Geheimversteck. Und so wirkt es dann auch – das gleichnamige Restaurant an der Lorettostraße 17 im boomenden Unterbilk – dunkel, geheimnisvoll, gemütlich und doch modern. Hier gehen Vergangenheit und Gegenwart, japanische und europäische Küche eine wirkungsvolle Fusion ein.

Die Wände im kleinen vorderen Raum sind in Anthrazit gehalten. Im hinteren Raum überwiegt dunkles Grün, ebenso wie an der Theke. Das eigentliche Restaurant wirkt ein wenig wie der Speisesaal einer Burg, mit Stühlen und Tischen aus dunklem Holz aus der Schmiede vom Düsseldorfer Möbelkonstrukteur Martin Heck. Passend dazu hängt an der Wand eine Ahnengalerie der anderen Art – großformatige Porträts von Menschen und Fabelwesen. Gemalt hat sie Takami Ogata, ein japanstämmiger Düsseldorfer Künstler.

Die Lüster mit ihren langen schwarzen Kabeln erinnern an Spinnen. Jede Glühbirne ist anders. Das Licht im Zickzack oder als Spirale. Überhaupt finden sich an den Wänden viele ruhiggestellte tierische Zeugen. Präparierte Insekten, hinter Glas – Wandelndes Blatt, Stabschrecke, Zikade, verschiedene Falter und Schmetterlinge, doch auch Tarantel oder Fledermaus – alles in Petersburger Hängung um japanische Tuschezeichnungen und kleine Bildern, ebenfalls von Takami Ogata, herumarrangiert.

Das Herzstück von „Adjito“ ist die Küche – offen nach allen Seiten. Vertrauenerweckend. Alles sauber und frisch. Hier können die Gäste den drei Köchen auf die Finger und in die Töpfe kucken. Und sie dafür bewundern, dass sie trotz der ausgebuchten Tische bedächtig zu Werke gehen. Sushi-Köchin Chiaki, mit ihrem schwarzen Hütchen auf dem Pagenkopf, hat ihr Handwerk 16 Jahre lang in Tokyo gelernt und hantiert dementsprechend auch zu Stoßzeiten souverän mit großen scharfen Messern.

Auf der Karte stehen Wagyu-Sushi und Wagyu Sashimi. Also Speisen aus dem Fleisch, das seine Marmorierung laut Legende einer regelmäßigen Massage des lebenden Kobe-Rindes verdankt. Der Lachs des Sashimi-Bowl zergeht auf der Zunge. In seinem Reisbett finden sich in dünne Streifen geschnittene Sesamblätter, die das Ganze genüsslich unterstreichen. Die dazu gereichte Miso-Suppe ist angenehm mild, die darin schwimmenden Tofu-Streifen leicht frittiert.

„Edamame Black“ sollten auch unbedingt auf den Tisch kommen. Scharf angebraten und mit Sesam serviert sind sie eine schöne Variante zu den sonst üblichen schlicht gegarten Sojabohnen. Zur Avocado mit Tomaten und Sashimi-Lachs auf Reis gibt’s bei „Adjito“ feinste gekräuterte Fritten.

Auch auf einen Cocktail kann man im „Adjito“ vorbeischauen und ganz bequem auf der roten Ledercouch direkt am Eingang Platz nehmen. Hier empfiehlt sich der Haus-Cocktail „Adjito Cooler“: eine erfrischende Mischung aus Rotwein, Sake, Orangensaft und verschiedenen Beeren.

Das „Adjito“ setzt mit Ambiente und Küche einen klaren Kontrapunkt zu den etablierten japanischen Restaurants im Dorf. Alles frisch, mit Begeisterung zubereitet und serviert. Fernost und Nahwest, Sushi und Pommes, Burg und Waldversteck. Eine Symbiose, die ankommt – auch bei Düsseldorfs japanischer Gemeinde. Die Gäste von beiden Seiten der Welt halten sich in etwa die Waage.

Besonderheiten: Was gibt es nur bei Euch? Was zeichnet Euch aus?
360 Grad offene Küche ist einmalig in Deutschland und das Ladendesign auch.

Was schätzen Eure Freunde an Euch?
Unsere Kreativität und unsere Freude an dem was wir tun.

Was sagen Eure Feinde über Euch?
Feinde?

Was bringt die Zukunft?
Das weiß nur die Zukunft.

Eure liebsten Nachbarn?
Wir mögen alle unsere Nachbarn und pflegen ein sehr gutes und freundschaftliches Verhältnis.

Vielen Dank!

Text: Katja Hütte 
Fotos: Sabrina Weniger 
© THE DORF 2016

ADJITO

Lorettostraße 18
40219 Düsseldorf

Tel: +49 211 9717975

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Öffnungszeiten

Montags Ruhetag
Di-Do 18-24 Uhr
Fr-Sa 18-01 Uhr
So 17-23 Uhr

Zahlungsmöglichkeiten

Bar, EC-Karte