Besuch von Malky

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Ich umgebe mich lieber mit den alten Halbgöttern, um mir etwas davon abzugucken.

MALKY, das ist bulgarisch und heißt so viel wie „kleiner Junge“. Dahinter stecken Sänger Daniel Stoyanov und Keyboarder und Produzent Michael Vajna. Daniel ist mit seinen Eltern als Kind von Bulgarien nach Deutschland gekommen. Er entdeckt seine Leidenschaft für den Gesang, mit 13 Jahren steht er das erste Mal im Tonstudio, mit 19 spielt er seinen ersten Gig mit Liveband, als Backing Vocalist steht er für große Pop-Bands hinter dem Mikro. Daniel lernte Michael in Mannheim kennen. Michael hat ungarische Wurzeln. Daniel und Michael schreiben Songs für verschiedene deutsche Pop-Größen und ziehen zusammen nach Leipzig, um ihren persönlichen Sound zu finden.

Und das gelingt ihnen gut. Auf ihrem Debütalbum „Soon“, was 2014 veröffentlicht wurde, springen MALKY zwischen Vergangenheit und Gegenwart und verweben das klassische Songwriting des Rhythm’n’Blues mit dezenten elektronische Flächen und aktuellen Kommentaren in den Texten. Mit MALKY verzichten sie bewusst auf große Effekte, beweisen Mut zur Lücke. Was bleibt, ist Popmusik mit Tiefe, geschult an Motown und den Beatles genauso wie an zeitgenössischer Elektronik. Bereits im Januar 2015 waren sie zu Gast im Düsseldorfer FFT. Nur ein paar Monate später sind sie wieder da – und eröffnen mit dem Konzert im Bachsaal der Johanneskirche das diesjährige New Fall Festival. Wir nutzen die Gelegenheit und treffen Sänger Daniel zum Interview im englischen Taxi, im Riesenrad, beim Spaziergang durch #thedorf und beim Kaffeetrinken.

Heute Abend ist ja bereits eure dritte Show in Düsseldorf. Wir haben euch dieses Jahr bereits in Düsseldorf im FFT gesehen und waren schwer begeistert. 

Daniel: Oh ja, ich erinnere mich. Es war Ende letzten Jahres oder Anfang diesen Jahres? Es war in jedem Fall noch sehr kalt.

Welchen Eindruck hast du denn von Düsseldorf? Hast du überhaupt schon einen?

Daniel: Von der Mode her merkt man schon, dass man in einer anderen Stadt ist. Wir waren heute Mittag auf dem Carlsplatz beim Italiener essen. Das war teilweise etwas irritierend. Aber so ist es halt: Jede Stadt hat seine Facetten, seinen eigenen Charme oder eine eigene Atmosphäre.

Erzähl uns was über Malky. Ihr seid ja eigentlich zu zweit.

Daniel: Ja, richtig, die zweite Person ist Michael Vajna. Wir sind gerade mitten in der Albumproduktion, deshalb ist er zu Hause geblieben und leider heute Abend nicht mit dabei. Was die Qualität natürlich nicht mindert!

Wie ist bei euch die Aufteilung? 

Daniel: Wir tragen unsere Ideen zusammen und die sind meistens zu 90% rein musikalisch. Dann beginnen wir die Songs zu schleifen. Bei der neuen Platte arbeiten wir erstmal fast nur am Klavier und nehmen viel am Diktiergerät auf. Dann erst beginnen wir die Demos und beginnen mit der Produktion.

Wie weit seid ihr schon?

Daniel: Das Gerüst für einen riesigen Haufen an Songs steht – jetzt gerade füllen sich die Lücken dazwischen. Seien es Textlücken, seien es Melodien oder Arrangements oder Bläser. Es füllt sich langsam. Aber im Prinzip stehen die Songs fürs Album. Es ist sehr sehr viel Arbeit. Wir wollen aber auch keine Song weglassen. Erstmal alles machen.

Euer erstes Album ist Mitte 2014 rausgekommen. Für Leute, die Malky nicht kennen: Beschreib euren Sound kurz in 2-3 Sätzen. Geht das?

Daniel: Ja, auf jeden Fall. Um es auf den Punkt zu bringen: Es ist sehr viel Soul, es ist sehr entschleunigt, mit einer großen Portion Melancholie. Das sind alles sehr allgemeine Begriffe. Ich suche immer noch eine spezifischere Beschreibung oder eine Antwort. Deshalb versuche ich oft die Frage zurückzuwerfen, zu dem, der sie stellt. Da kann ich von lernen.

Gute Frage. Ich habe mich das auch schon oft gefragt. Man hört stark raus, dass du beeinflusst bist von der Soul Musik und sie sehr schätzt. Und trotzdem habt ihr irgendwie einen ganz eigenen Musikstil gefunden. Eure Musik ist anders arrangiert als klassische Soulstücke. Deine Stimme ist sehr stark und sehr unique.

Daniel: Ja, es ist halt kein Happy Soul. Es hat eine gewisse Traurigkeit.

Und Kraft. Viel Kraft.

Daniel: Es ist vielleicht eigene Form von Soul. Beim neuen Album kristallisieren sich Dinge noch mehr heraus. Wir sagen uns immer, wir möchten beim neuen Album „Classics“ machen, bei denen man schon beim Intro hört: Das hat Stolz, das hat eine Eigenwelt. Eine Eigenwelt zur kreieren ist auf eine gewisse Art sehr schwierig. Das war wahrscheinlich schon immer so. Es sind so viele Einflüsse, die man überall hört und von denen man unterschwellig beeinflusst wird. In dieser Hinsicht hat uns Leipzig, eine fremde Stadt, gut geholfen. Hier haben wir angefangen. Die Stadt in der Periphere, da konnten wir uns erstmal gut ausleben.

Ihr habt in Leipzig gestartet und seid jetzt in Berlin?

Daniel: Jetzt sind wir schon zum großen Teil in Berlin. Glücklicherweise gibt es nicht viel, was uns reinredet, bei dem was wir machen. Ich glaube einfach an Künstler, die ihre Musik ernst nehmen, die ihre eigene Welt schaffen wollen als primäres Ziel. Deren primäres Ziel es eben nicht ist, chartmäßig erfolgreich zu sein. Natürlich wollen das am Ende des Tages alle. Es ist aber schön, sich davon freizumachen.

Wir sitzen im original Black Cab, einem englischen schwarzen Taxi. Fahrer Klaus Peter fährt uns über die Rheinuferpromenade.

Daniel: Ist das der Rhein?

Ja genau. Den wollten wir dir gerne zeigen. Wenn du schon das dritte Mal hier bist, musst du ja ein bisschen was von der Stadt sehen.

Daniel: Das ist super, ich freue mich wirklich sehr. Es gibt auch ganz schön viele Museen und Galerien hier, stimmt das?

Definitiv. Düsseldorf hat die Kunstakademie hier, die sehr groß und sehr renommiert ist und viele erfolgreiche Künstler hervorgebracht hat. Düsseldorf und Köln zusammen haben die höchste Galerie- und Museendichte in ganz Europa. Seit wann machst du Musik?

Daniel: Seitdem ich mich erinnern kann. Mit 12, 13 Jahren hatte ich erste Studioaufnahmen bei einem jungen Produzenten. Über die Teenagerjahre habe ich dann für mich immer weiter gesungen. Bin ich mit 19 nach Mannheim gezogen und habe dort angefangen, in Bands zu spielen.

Welche Bands oder welcher Musiker haben dich geprägt?

Daniel:  Sehr viele natürlich. Ich wiederhole immer die drei Könige für mich: Sam Cooke, Otis Redding und Luther Vandross. Luther Vandross habe ich immer sehr gerne gehört. Er hat mir viel geholfen, was die Leichtigkeit in meiner Musik angeht.

Hat die Stadt von euren letzten Konzerten einen bleibenden Eindruck hinterlassen?

Daniel: Wir haben zwei Mal im FFT gespielt. Beim zweiten Mal waren viel mehr Leute da. Es war ausverkauft. Das hat uns sehr gefreut. Da merkst du, dass die Arbeit in der Zwischenzeit was gebracht hat. Nach dem Konzert stand ich auf dem Merchandisingtisch und habe gesungen. Das war toll. Ich kenne mich nicht so mit Städten oder mit den Klischees der Städte aus. Abends auf den Konzerten ist ja sowieso dann immer ein ganz anderes Publikum, als das, was man in der Stadt sieht.

Ihr beginnt jetzt auch im Ausland zu spielen.

Daniel: Ja, richtig. Wir waren vor zwei Wochen in Paris, das war sehr schön. Ende November spielen wir in Dänemark einen Support. Danach sind wir noch in Aarhuus. Mein Cousin studiert dort. Ich freue mich sehr darauf, ihn zu sehen und auf die Stadt natürlich.

Wir gehen über den Rathausplatz und machen eine Kaffeepause im Woyton. Daniel freut sich über den Koffein-Kick. Er hat Vollmond bedingt die Nacht vorher sehr schlecht geschlafen. 

Wir haben jetzt einen Temin beim Bürgermeister und du musst dich ins goldene Buch eintragen. Nein, Spaß.

Daniel: Das nächste Mal. Das ist ein wunderschönes Gebäude. Man merkt, das man hier schon in der Nähe von Holland ist. Die Backsteine, der große Platz. Ich mag diese Atmosphäre sehr gerne. Wir sind oft in Holland, weil ein Teil der Band in Arnheim studiert hat. In Antwerpen werden wir übrigens auch noch spielen. Das sind alles neue Orte für uns.

Wenn du auf Tour bist: Gibt es irgendetwas, was du vermisst?  

Daniel: Ich habe mich jetzt langsam an die Toursituation gewöhnt. Und nein. Ich vermisse nichts. Es gibt für mich in Deutschland auch keinen Heimatort in dem Sinne, den ich gerne irgendwo mit hinnehmen würde.

Mannheim, Leipzig und Berlin sind deine Städte in Deutschland? Wo bist du geboren?

Daniel: In Stuttgart habe ich auch noch gelebt. Geboren bin ich in Bulgarien. In Sofia. Mit vier Jahren sind wir aber dort weggegangen. Meine Oma lebt immer noch dort, in einem schönen Haus mit Garten. Ich werde demnächst wieder hinfahren. Ich habe definitiv nicht viel Zeit dort verbracht. Weil es aber die erste Sprache ist, die ich gehört habe, die ersten Eindrücke, die ich auf dieser Welt erlebt habe, könnte man Sofia wahrscheinlich schon als meine Heimat bezeichnen.

Wir laufen vom Rathausplatz runter Richtung Riesenrad und laden Daniel auf eine Fahrt ein. Es ist warm in der Gondel. Daniel schlägt vor, das Schiebedach zu öffnen.

Hast du keine Malky-Sticker, mit denen wir die Gondel zu bomben können? 

Daniel: Nein, haben wir leider nicht. Da reissen immer alle das M von Malky ab. Das ist schlecht. Das machen wir nicht mehr. Wir sind dieses Jahr beim Melt Festival aufgetreten – da hat mir dann tatsächlich jemand ein Foto von einem „Alky“ Aufkleber geschickt.

Er lacht, schaut aus dem Gondel-Fenster und sagt zu unserer Fotografin Sabrina:

Das beste Bild würdest du von mir kriegen, wenn ich so James-Bond-mäßig auf die andere Kabine springen würde. Das ist hier das perfekte Setting für einen Actionfilm.

Auch nicht schlecht. Gibt es ein Konzert-, Bühnen oder ein Bandhighlight für euch?

Daniel: Ich denke, das wird noch kommen. Ich muss überlegen. Ich denke oft an unsere Show im Lido in Berlin. Das war das größte Konzert für uns auf der letzten Tour, ganz am Anfang der zweiten Tourhälfte. Es war mit 600, 700 Leuten ausverkauft. Für den Status und den Bekanntheitsgrad, den wir aktuell haben, war das super. Das war wirklich ein schönes Konzert.

Hast du dir das Line-Up vom New Fall Festival angesehen? Ist dort eine Band oder ein Künstler dabei, die du dir selber gerne ansehen würdest?

Daniel: Ich habe sehr viele gute Sachen gehört über das Festival. Kitty, Daisy & Lewis würde ich mir ansehen. Patrice ebenfalls gerne. Bei Curtis Harding  könnte es sein, dass wir bald einen Support-Slot in Frankreich haben. Es steht noch nicht ganz fest. Ich habe noch nicht so viel von ihm gehört, bin aber schon neugierig. Das Line-up des Festivals gefällt mir wirklich gut.

Gibt es Städte oder Orte, die dich für deine Musik inspirieren? Oder wo du abschalten kannst? Wo kannst du dich am besten konzentrieren oder wo kommen dir die besten Einfälle?

Daniel: Ich bin Spaziergänger. Ich laufe sehr viel. Ich bevorzuge es gegenüber dem Fahrradfahren. Ich merke oft, dass ich bestimmte Ecken oder Straßen mehr als andere bevorzuge. Und die laufe ich dann ab. In Berlin ist das zum Beispiel die Akazienstraße. Ansonsten habe ich die Erfahrung gemacht, dass ich aus irgendeinem Grund ein paar Straßen aus der Mannheimer oder Stuttgarter Zeit im Kopf habe, wenn ich Songs schreibe. Eigenartigerweise. Bei der Nummer „Showdown“ vom letzten Album hatte ich immer den Frankfurter Hauptbahnhof und die umliegenden Straßen, diese harte Umgebung, im Kopf. Locations, Straße und Orte spielen irgendwie doch eine große Rolle. Weil sie wahrscheinlich mit einer Atmosphäre oder Erlebnissen behaftet sind.

Düsseldorf ist sehr kompakt und eignet sich sehr gut zum Spazierengehen. 

Daniel: Ja, ich habe auch ein Auto, habe das aber kürzlich meinem Vater gegeben. Ich werde es aber nicht wieder abholen. Ich habe in Berlin ein S-Bahn Monatsticket, wenn ich mal zu faul bin zum Laufen.

Durch die Musik und durch die Touren seid ihr ja ohnehin viel unterwegs. Gibt es denn ein Lieblingsreiseziel oder ein Lieblingsland von dir? 

Daniel: Wir waren zwar erst ein Mal in Frankreich, aber wir haben riesige Lust auf das Land. Das Schöne ist, dass MALKY gerade die Chance hat, in ein paar Key-Territorien wie Frankreich, Benelux und Skandinavien zu touren. Wenn das geht und wir dort unsere 500er Locations vollkriegen, ist das schon wirklich alles, was ich möchte. Mein Herz ist außerdem an Los Angeles hängengeblieben. Da waren wir im April und haben dort für eine halbe Stunde beim Showcase-Festival gespielt. Wir waren fünf Tage dort. Es ist wirklich eine bescheuerte Stadt, aber es ist Kalifornien! Als das Flugzeug wieder abhob und ich die Küste von oben sah, dachte ich, dass ein Teil meines Herzens da geblieben ist. Wenn ich ein paar Monate absehbar mal nix zu tun hätte, würde ich mir ein Ticket holen und die kalifornische Küste abfahren.

Von vielen Musikern, die berufsbedingt den ganzen Tag mit Musik zu tun haben, hört man oft, dass sie im Privaten gar nicht so viel Musik hören können oder wollen. Wie sieht das bei dir aus? Hörst du gerne und viel Musik? 

Daniel: Es gibt in jedem Fall ein Limit. Ich versuche, mich nicht so viel mit aktueller Musik zu beschäftigen. Man sucht sich ja immer verschiedene Arbeitsmuster. Mein aktuelles Arbeitsmuster, um Inspiration zu suchen: Ich nehme mir beispielsweise einen Frank Sinatra Song und lerne ihn. Oder ich suche mir einen Edith Piaf Song, den ich lerne. Es sind immer eher die alten Heroes, mit denen ich mich beschäftige. Bei Sinatra verstehe ich erst jetzt, wieviel Kraft er im Ausdruck hatte, in der Art, wie er die Phrasen hingedrescht hat. Die Macht und die Aussagekraft, wie er jedes Wort platziert, ist sehr interessant. Ich sehe momentan nicht so viel, was mich reizt. Es gibt zwar viele gute Musiker draußen, aber warum soll ich mir das noch reinziehen und mir zusätzlichen Druck machen. Ich umgebe mich lieber mit den alten Halbgöttern, um mir etwas davon abzugucken.

Wir steigen aus dem Riesenrad aus und laufen über die Ratinger Straße. Wir erzählen Daniel (in Kurzversion) die Geschichte der elektronischen Musik in Düsseldorf und zeigen ihm das Kreuzherreneck und den Ratinger Hof. Bei Beuys wird er hellhörig. Und er findet es schade, dass er mit der Band nur so kurz in der Stadt ist. Als wir am Füchschen vorbeikommen, möchten wir zum Thema Altbier wissen, ob Daniel schonmal betrunken auf der Bühne stand.

Daniel: Nein, das mache ich nicht. Ich trinke das Bier immer erst nach der Show. Generell trinke ich aber eh nicht so viel. Ich mag das nicht so. Was ich manchmal mache, ist auf leeren Magen ein Glas Bier oder Wein zu trinken, dann hat man einen kleinen Rausch, aber am nächsten Tag keinen Kopf.

Als wir an der Kunsthalle und dem Salon des Amateurs vorbeikommen berichten wir von der nahezu nicht existierenden Clublandschaft in Düsseldorf.

Daniel: Die Städte machen sich immer viel zu viel Druck mit ihrer „coolen“ Clubszene.

Wir in Düsseldorf haben gar keine Clubs! Hier ist ein ziemliches Clubsterben. Keiner weiß so richtig, woran das liegt. Wir sind schon froh, dass es den Salon gibt!

Daniel: Dann war hier die Hochzeit vielleicht einfach in den 70er und 80ern und ist weitergewandert. Manchmal ist das so. Elektromäßig ist jetzt alles in Berlin. Wer weiß. In 20 Jahren ist es dann Sofia oder Belgrad. Lissabon ist auch eine spannende Stadt. Jung, kreativ. Ich war noch nicht da, aber Lissabon steht hoch auf meiner Liste. Portugal liebt den traurigen Fado, dann mögen sie vielleicht auch MALKY. Ich bin der Meinung, dass entweder Griechenland das Kalifornien Europas wird oder Portugal. In 20 Jahren vielleicht. Irgendwas wird passieren, durch die ganze Krise wird jetzt Platz nach oben geschaffen.

Es geht durch den Hofgarten, am Apple Store und Dreischeibenhaus vorbei. Relativ schnell sind wir wieder an der Johanneskirche, wo wir Daniel abliefern. 

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Vielen Dank für das Interview lieber Daniel. Wir wünschen Dir viel Spaß heute Abend beim Konzert. 

Interview: David Holtkamp
Text: Tina Husemann
Fotos: Sabrina Weniger