Creeps

Ein bisschen mysteriös, ein bisschen düster, durch Sängerin Kates glasklare Stimmung trotzdem supereingängig: Die Band Creeps überzeugt mit elektronisch angehauchtem Alternative-Pop, von dem man kaum glauben mag, dass er aus Düsseldorf kommt. THE DORF präsentiert exklusiv die Videopremiere des neuen Songs „Dog“, der auf dem kommenden Album „A Documentary of Now“ erscheint.

Creeps, das sind Kate Barlow, Israel Blaque und Kasymir Gold. Die drei Studenten der Kunstakademie gewinnen erst vor kurzem den Düsseldorfer Nachwuchs-Musikwettbewerb „City Beats“. Kate und Israel lernen sich über künstlerische Projekte kennen und gründen vor etwas mehr als zwei Jahren die Band Creeps. Ihr Musikstil lässt sich dem Bereich des elektronischen Alternative-Pop zuordnen und wird durch verschiedene Genres wie Metal Core, Funk und Pop beeinflusst.

Eingängige Gesangsmelodien wie bei Lorde oder Fever Ray werden von sphärischen Deep House Klängen a la Trentemøller begleitet. Passend zum jeweiligen Auftritt projizieren mehrere Beamer perfekt abgestimmte Visuals an die Wand, wodurch eine einzigartige Gesamt-Performance entsteht. Die Vocals der Band stammen von Kate – sie singt, seitdem sie denken kann und bereichert den Sound mit ihrer poppigen Komponente. Auch bei Israel ist die Musik schon lange ein Bestandteil seines Lebens. Er machte jahrelang Metal Core. Neben dem Einsatz des Synthesizers sowie einzelner Rap Parts ist er zusammen mit dem Schlagzeuger Kasymir für die gesamte technische Produktion verantwortlich.

Vom ausgetüftelten Sounddesign über professionelles Filmen und Cutten bis hin zur aufwändigen Gestaltung der Visuals übernehmen Creeps alles selber. „Nur so kann man garantieren, dass es immer genauso wird, wie man es haben will“, so Israel. Nicht nur der sphärische Sound, sondern auch ihre Videos sprechen dabei eindeutig für sich. Mit der Nutzung des Tonstudios in der Kunstakademie steht den Dreien das nötige und professionelle Equipment für die Produktion zur Verfügung.

Nach der Veröffentlichung ihrer ersten EP „Obscura“ im Jahr 2016 entscheidet sich das damalige Duo, bestehend aus Kate und Israel, den Drummer Kasymir mit ins Boot zu holen. Sie wollen mehr ins Musikalische übergehen und eine richtige Liveband sein. So können sie besser ihren eigenen Stil definieren, um weiter darauf aufzubauen. Mit der Zeit verwandeln sich die Shows der Band in ein komplettes Kunstwerk – in eine flüssige und ineinander übergreifende Performance.

Selbstverständlich verkörpert auch der Name „Creeps“ einen Teil der gesamten Idee. Angelehnt an den Song „Creep“ von Radiohead, der in kurzer Zeit eine einzigartige Stimmung vermittelt, bedeutet das englische Wort „creeps“ so viel wie Gänsehaut. Dies spielt auf die besondere Atmosphäre und Stimmung an, die in der Musik, den Videos sowie bei den Live-Auftritten entsteht.

Dass die drei ausschließlich mit Gesichtsmasken auftreten, rundet ihr Gesamtkonzept ziemlich passend ab. Dabei dienen die Masken nicht alleine dem Schutz der Privatsphäre. Der Fokus soll auf der Kunst als solcher liegen und nicht durch die Personen hinter der Maske beeinflusst werden.

Aktuell arbeiten Creeps mit Vollgas an ihrem ersten Album „A Documentary of Now“. Ein Release-Datum gibt es noch nicht, angedacht ist es für Herbst/Winter 2017. Das Video zum neuen Song „Dog“ ist die vierte Veröffentlichung von Creeps. Wie auch schon in den Videos zuvor geht es düster, mysteriös und sphärisch zu. THE DORF präsentierte das Video erstmalig am Sonntag, den 12. März 2017.

Für Leute, die Euch und Eure Musik nicht kennen, wie würdet Ihr Euren Musikstil beschreiben? Post-Pop mit Deep-House-Elementen á la Trentemøller und eingängigen Gesangsmelodien wie bei Lorde oder Fever Ray.

Wie seid Ihr zur Musik gekommen und wann habt Ihr damit angefangen? Israel hat mit Metal Core angefangen, Kasymir kommt aus der Funk und Free-Jazz-Szene und Kate singt, seitdem sie denken kann.

Welche Musiker haben euch geprägt und inspiriert und tun es noch heute? Das ist wirklich eine sehr schwierige Frage. Unser Stil setzt sich halt aus wirklich unterschiedlichen Richtungen zusammen. Im elektronischen Bereich wurden wir vor allem von Trentemøller beeinflusst. Bezogen auf Songstrukturen und Kompositionen war und ist uns die Metal-Core-Band Bring Me The Horizon sehr wichtig. Und da wir auch sehr viel mit Sampling und Distorsion arbeiten, waren Kanye West, Vic Mensa und Travis Scott auch sehr inspirativ. Dann wären da wohl noch die Postrockband „This Will Destroy You“ und aleatorische Musik à la Paulo Alvares zu nennen.

Gibt es Düsseldorfer Musiker/Bands, die Ihr besonders schätzt oder die Euch beeinflusst habt? Die Toten Hosen und Kraftwerk.

Was schätzt Ihr an Düsseldorf? „Die Stadt Düsseldorf ist sehr schön, und wenn man in der Ferne an sie denkt und zufällig dort geboren ist, wird einem wunderlich zumute. Ich bin dort geboren, und es ist mir, als müßte ich gleich nach Hause gehen.“ Heinrich Heine

Ihr habt einen Wunsch frei, mit welcher Band oder welchem Musiker würdet Ihr gerne mal zusammen arbeiten? Definitiv Rick Rubin.

MORGENS

Guten Morgen – wo trinkt Ihr morgens Euren Espresso in der Stadt, um wach zu werden? Beim Hagen im Asta Café der Kunstakademie!

Zum Sonntags-Brunch und ausgedehnten Frühstück trifft man Euch… im Café Hüftgold.

Den besten Kaffee gibt es… …auch bei Hagen

MITTAGS

Lecker, gesund und frisch lunchen geht Ihr in Düsseldorf… bei Sattgrün.

NACHMITTAGS

Eure Lieblingsroute zum Spazierengehen, Schlendern, Kopf-Frei-Kriegen: Die Urdenbacher Kämpe.

Drei Plätze in Düsseldorf, die Ihr Euren Gästen unbedingt zeigen müsst: Die längste Theke der Welt, den Medienhafen, das K21

Zum Kaffeeklatsch mit Küchlein & Co. trifft man Euch hier: Café Hüftgold hat den besten Kuchen der Stadt!

ABENDS

Wo verbringt Ihr am allerliebsten einen gemütlichen Abend mit Freunden oder der Familie? In der Eiskellerbar kann man bei ein paar Weinchen gerne mal die Zeit vergessen.

Welches Restaurant repräsentiert für Euch am meisten den typisch-charakteristischen Geschmack von Düsseldorf? Das Brauhaus Füchsen in der Altstadt!

Ein Restaurant, wo Ihr immer mal hinwolltet, aber noch nie wart: Das Restaurant Tafelsilber wollten wir immer mal besuchen.

Euer absoluter Gastro-Geheimtipp-Lieblings-Spot, den Ihr hier mit allen teilen möchtet? Das japanische Restaurant Kikaku auf der Klosterstraße.

Euer Lieblings-Altbier: Definitiv Füchsen……oder Kürzer.

NACHTS

Eure Lieblingsbar ist: Das Kürzer (wenn man einen Platz findet), Café Modigliani, Butze, Seifenhorst.

Eine ganz besondere, erinnerungswürdige Nacht in Düsseldorf habt Ihr wo verbracht? In der Kunstakademie zur Eröffnung des Winterrundganges – jedes Jahr quasi.

Dance the night away! Getanzt wird hier: Salon des Amateurs.

IMMER

Wo und wann fühlt Ihr Euch wie „richtige Düsseldorfer“? Wenn du em Brauhaus Flöns isst und alle platt reden 🙂

Was vermisst Ihr an der Stadt, wenn Ihr nicht in Düsseldorf seid? Natürlich die rheinische Mentalität – und vor allem das Altbier.

Könnte man Düsseldorf essen, schmeckt es nach… Blutwurst mit ABB-Senf.

Was liebst Ihr am meisten an Düsseldorf? Die überschaubare Größe der Stadt. Es fühlt sich dadurch alles sehr heimisch an.

Was hasst Ihr am meisten an Düsseldorf? Die Straßenführung auf der Friedrichstraße seit dem Umbau der U-Bahnlinie…..

Gibt es Plätze oder Orte in der Stadt, die Euch in Eurem Job inspirieren? Die Gemäldesammlung des K20 und Museum Kunstpalasts.

STIL

Wo suchst & findet Ihr Möbel für Eure Wohnung? Auf dem Radschläger Markt.

Eure Top 3 Shopping-Adressen in Düsseldorf? LFDY oder SOUQ

Gibt es (einen) Düsseldorfer Designer oder Künstler, den Ihr besonders schätzt und wenn ja, warum? Düsseldorf hat viel zu viele gute Künstler, als sie hier alle benennen zu können.

Der beste Ort, um Leute zu beobachten? Die Rheintreppen!

Nach welchen Regeln stylt Ihr Euch? Was geht gut und was geht gar nicht? Schwarz geht immer 😉

ALLGEMEIN

Was ist Euer Lieblingsessen? Selbstgemachte Pasta.

Wo oder wobei könnt Ihr am besten entspannen? Bei einem Rotwein & gutem Wetter im Schlosspark Benrath.

Euer Lieblingsreiseziel ist? Florenz und Tokio.

Welches Buch liegt aktuell auf dem Nachtisch? Zur Zeit: Der alte Mann und das Meer.

Welchen Kinofilm habt Ihr zuletzt gesehen? Nocturnal Animals in unseren Düsseldorfer Filmkunstkinos

Euer All-Time-Favorite-Movie? Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt.

Aktuell läuft auf Eurer Playlist/Eurem Plattenspieler? Genetikk, Dhafer Youssef, Paris XY, Travis Scott, The XX, Vic Mensa, Lorde

Euer All-Time-Favorite-Song? Da gibt’s zu viele von!

Für welchen Verein schlägt Euer Herz? F95!

Vielen Dank!

Text: Nico Bülles, Tina Husemann
Fotos: Sabrina Weniger
© THE DORF 2017