Franz Schuier

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Name: Franz Schuier
Alter: 42 Jahre
Beruf: Video Producer
Gelernter Beruf: Historiker

Geburtsort: Düsseldorf
Stadtteil: Pempelfort
Webseite: www.beansandbacon.com
Social: FacebookVimeoInstagram

Es gibt einen roten Faden

… sagt Franz Schuier, darauf angesprochen, dass er ja ein ziemlicher Allrounder ist. „Der rote Faden hat was mit Rhythmus zu tun.“ Schuier bringt die Dinge in die richtige Zeitfolge, ordnet sie in einer Timeline an, von links nach rechts. Egal ob es dabei um Musik geht oder um Film. Als DJ hat er gearbeitet, Dance-Music produziert und aus dem Zufall heraus Kunst entstehen lassen.

Bei „The Dorf“ bringt Franz Schuier den Bildern das Laufen bei. Überhaupt dreht sich das Leben des 42-Jährigen gerade meist um Video. Wofür früher ein ganzes Team parat stand, geht vieles heute auch allein. „Die Technik ist klein geworden“. Schuiers Lieblingsmedium lässt sich mittlerweile gut als One-Man-Show bändigen: „Ich kann Kamera, Ton und Schnitt.“

Doch Franz Schuier sieht sich nicht als Filmer für Fernsehwerbung. Das weltweite Web ist seine Herausforderung – „Die reinste Spielwiese! Dort gibt es eine viel größere Bandbreite.“ Die Budgets sind klein, die Freiheit dafür umso größer. Da ist noch längst nicht alles durchdekliniert oder festgelegt. Und: „Das tolle am Internet ist der direkte Draht zum Publikum.“ Der ist Franz Schuier besonders wichtig. Anerkennung ist da auch eher die Währung, in der er Erfolg misst.

Als kleiner Junge verbrachte er zwei Jahre mit seinen Eltern in den USA. „Als wir zurückkamen, war mein Vater einer der ersten, der einen „Apple“ besaß.“ Dadurch interessierte sich schon der kleine Franz in den 80ern für Computer und fragte sich, was ist möglich ist. Aus seinem Geschichts-Studium verabschiedete er sich später zu einer großen Werbeagentur und entwickelte als Grafiker 3D-Spiele mit. Dann kam die Musik.

Gerade arbeitet er gemeinsam mit dem Fotografen Tillmann Franzen an einer Dokumentation. Auf einer Reise durch das Wudang-Gebirge, den „Berg der Mysterien“, auf den Spuren des Daoismus, lernte Franz Schuier über Freunde Benjamin kennen, einen jungen Mann aus Wuppertal, Meisterschüler des Meisters einer Kung-Fu-Schule. Benjamin reist seit 2003 immer wieder dorthin. Begibt sich in eine Art Gefängnissituation, unterzieht sich einer regelrechten Disziplinierungsmaßnahme. Lebt den ganzheitlichen Daoismus. „Dabei war er vorher ein echter Wildfang“, sagt Franz Schuier. „Mir war klar, dass man eine Geschichte über ihn machen muss.“ Bald erscheint ein Fotobuch von Tillmann Franzen über diese Reise und die Doku. Der Film soll ebenfalls demnächst durchs weltweite Web flimmern. Ein echtes Herzensprojekt.

MORGENS

Guten Morgen – wo trinkst du morgens Deinen Espresso in der Stadt, um wach zu werden? Meistens zuhause via Bialetti – Die meistens Kaffees machen Superspät auf finde ich. Da fehlt der Italiener wo man an der Theke um 8 oder früher einen Espresso runterstürzen kann.

Zum Sonntags-Brunch und ausgedehnten Frühstück trifft man dich… Ganz selten bei Suli.

Den besten Kaffee gibt es… Café Baustoff. Ohne den 100% Arabica von Baustoff wär das Leben halb so schön.

MITTAGS

Lecker, gesund und frisch lunchen gehst du in Düsseldorf… Yabase, Yabase und nochmal Yabase. Besonders Mittags ein phänomenales Preis-Leistungs Verhältnis.

NACHMITTAGS

Deine Lieblingsroute zum Spazierengehen, Schlendern, Kopf-Frei-Kriegen: Boulespielen am Rhein höhe Bäckerstraße.

Drei Plätze in Düsseldorf, die du deinen Gästen unbedingt zeigen musst: Yabase, den Rhein und das Uerige.

Zum Kaffeeklatsch mit Küchlein & Co. trifft man dich hier: Oma Erika.

ABENDS

Wo verbringst du am allerliebsten einen gemütlichen Abend mit Freunden oder der Familie? Kochend Zuhause oder kochend Bei Freunden ( Super, dann muss ich nicht spülen).

Welches Restaurant repräsentiert für dich am meisten den typisch-charakteristischen Geschmack von Düsseldorf? Bar Olio – immer noch the Best.

Ein Restaurant, wo du immer mal hinwolltest, aber noch nie warst: Sukiyabashi Jiro.

Dein absoluter Gastro-Geheimtipp-Lieblings-Spot, den du hier mit allen teilen möchtest? Nicht mein absoluter Liebling aber ziemlich unbekannt: Kotobuki auf der Marienstr., original jap. Hausmannskost zu SEHR fairen Preisen.

Dein Lieblings-Altbier: i.M. Uerige.

NACHTS

Deine Lieblingsbar oder Dein Lieblingsbartender sind: Gin in der Pechmarie.

Eine ganz besondere, erinnerungswürdige Nacht in Düsseldorf hast du wo verbracht? Als Dj bei der ersten 2Step Nacht im damals noch unrenovierten Speicherbau des „PEC – Port Event Center“ – Muss irgendwann um 1997 gewesen sein.

Dance the night away! Getanzt wird hier: In Düsseldorf im Salon.

IMMER

Wo und wann fühlst du dich wie ein „richtiger Düsseldorfer“? Beim Altbier trinken.

Was vermisst du an der Stadt, wenn du nicht in Düsseldorf bist? Die japanischen Restaurant und Einkaufsmöglichkeiten.

Könnte man Düsseldorf essen, schmeckt es nach… California Roll.

Was liebst du am meisten an Düsseldorf? Das gute Essen und Kulturangebot (Phänomenal für eine Stadt dieser Größe).

Was hasst du am meisten an Düsseldorf? Hassen ist zu stark, aber was mir nicht gefällt ist wie sich die Stadt kommerzialisiert.

Gibt es Plätze oder Orte in der Stadt, die dich in deinem Job inspirieren? Die Rheinbrücken.

STIL

Wo suchst & findest Du Möbel für Deine Wohnung? Ikea bis Lorenz Auktionen.

Deine Top 3 Shopping-Adressen in Düsseldorf? Kyoto auf der Immermannstraße, Fresh Asia auf der Friedrich Ebert Straße,  Obst und Gemüsewagen auf dem Worringer Platz.

Gibt es (einen) Düsseldorfer Designer oder Künstler, den du besonders schätzt und wenn ja, warum? Ganz viele, aber im Moment besonders Martin Klimas, da seine Arbeit eine Perfekte Mischung aus technischem Verständnis und Ästhetik ist.

Der beste Ort, um Leute zu beobachten? Altstadt Brauhaus an einem sonnigen Freitag Nachmittag.

Nach welchen Regeln stylst du dich? Was geht gut und was geht gar nicht? Jeder sollte seinen eigenen Stil finden. Jedem Trend nachlaufen selbst wenn es einem nicht steht oder passt, geht gar nicht.

Beschreibe den typischen Düsseldorfer-Stil in drei Worten: Selbstbewusst, modisch, manchmal to much.

ALLGEMEIN

Was ist dein Lieblingsessen? Ramen

Wo oder wobei kannst du am besten entspannen? Lesen

Dein Lieblingsreiseziel ist? Asien

Welches Buch liegt aktuell auf dem Nachtisch? „The Peripheral“ W.Gibson

Welchen Kinofilm hast du zuletzt gesehen? Knight of Cups

Dein All-Time-Favorite-Movie? Blade Runner

Aktuell läuft auf deiner Playlist/deinem Plattenspieler? Bungle „Looking Back“ (31 records), D´Angelo „Black Messiah“ (RCA) und 2000black – „Make It Hard“ (Rush Hour)

Dein All-Time-Favorite-Song? „Spirit Of The Sun“ (S Gurley Remix)

Für welchen Verein schlägt dein Herz? CfR Links

Vielen Dank!

Text/Interview: Katja Hütte
Fotos: Sabrina Weniger